Ein besonderes Projekt ging zu Ende

Am Freitag, 19.05.2017 fand die Abschlussveranstaltung statt unseres Qualifizierungsangebotes “Experte/-in für Medienpädagogik in der Ausbildung (EMPA)”.

Von den 82 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhielten 52 das wohlverdiente Zertifikat, ausgestellt durch die Deutsche Berufsausbilder Akademie DBA. Worum ging es in diesem Kursangebot?

Begonnen hatte alles mit einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Titel “Digitale Medien in der beruflichen Bildung”.  Es sollten bis zu 100 Ausbilderinnen und Ausbilder “niederschwellig” mit den Themen Medienpädagogik und Medienkompetenz vertraut gemacht werden.

Ziele des Förderprogramms. Quelle:  BMBF, “Digitale Medien in der beruflichen Bildung”, S.5

 

Als traditionelles Fernlehrinstitut war es uns in der Christiani-Akademie sehr schnell klar, dass wir ein berufsbegleitendes Angebot stricken würden. Außerdem sollte es eine Plattform geben, die den Zugriff auf Inhalte und vor allem Videos ohne unnötige Hürden ermöglichte. Und dies von allen Geräten und Betriebssystem übergreifend. Diese fanden wir bei der Hochschule Lübeck. Unter www.mooin.oncampus.de werden dort MOOCs angeboten, Massive Open Online Courses. Also Kurse für Alle, umsonst und ohne Teilnehmerbegrenzung.

Die Lübecker Plattform ist eine Weiterentwicklung auf der Grundlage von Moodle. Jedoch ist Moodle für die Teilnehmer nicht mehr wiederzuerkennen. Es fehlen die übliche Ordnerstruktur, das Kastendesign, die vorstrukturierten Bereiche für Lernmaterialien und Aktivitäten, auch die nachgebildeten Räume.

Die virtuelle Plattform des EMPA Kurses.

Die Inhaltsbereiche waren schnell gefunden, da orientierten wir uns an Dieter Baacke und konzentrierten uns darauf, Mediennutzung, Medienkommunikation, Medienerstellung, Medienrecht und Mediendidaktik anzubieten. Die Inhalte sollten kurz und kurzweilig sein. Also setzten wir zwischen die neu erstellten Texte Videos und suchten nach Links, die vieles von dem, was wir für wichtig hielten, sehr gut wiedergeben.

Die Aufgaben dienten dazu, die neu erworbenen Inhalte noch mal zu vertiefen oder mit den anderen Lernenden zu diskutieren. Für die Aufgabenlösungen oder Forumsbeiträge gab es Badges. Wer am Ende mindestens 16 Badges vorweisen konnte und ein kleines Projekt innerhalb der eigenen Ausbildungstätigkeit umsetzte, erhielt das DBA-Zertifikat.

Die Ausbilderinnen und Ausbilder waren offensichtlich sehr angetan von dieser Art des Lernens. Sie gaben uns in einer Online-Befragung durchweg positive Rückmeldungen. Nicht zuletzt die hohe Zahl an Absolventen zeigte uns, dass wir mit unserem Format richtig lagen.

EMPA wird keine Projektleiche werden. Schon im November 2017 gibt es dieses Kursangebot wieder, allerdings muss es dann kostenpflichtig angeboten werden. Im BMBF geförderten Projekt war der kostenfreier Durchgang nur einmalig vorgesehen. Wir sind gespannt, ob es uns gelingt auf diesem Wege die Medienpädagogik, das Lernen über den sinnvollen Einsatz von digitalen Medien in der  Ausbildung noch stärker in die Ausbildungsbetriebe zu tragen.